Eine aussagekräftige Internetpräsenz ist heutzutage nicht nur für große Unternehmen ein „Muss“. Auch für kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) ist eine Website ein wichtiges Medium zur Unternehmensdarstellung und Imagepflege, oftmals auch ein weiterer Vertriebskanal. Mittelfristig hilft eine Website, die Kundenbindung zu verstärken und trägt damit zur Umsatzgenerierung bei. Eine Firmen-Website steigert die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und wird so immer mehr zum Erfolgsfaktor. Studien belegen den positiven Effekt auf Umsatzentwicklung, Kundenkommunikation und Marketing haben.
Obwohl KMUs das Internet zunehmend für Marketingzwecke entdecken, sparen viele kleinere Unternehmen noch an der falschen Stelle und lassen ihren Auftritt vom Mitarbeiter “hobbymäßig” programmieren oder nutzen die Möglichkeiten vorhandener Softwarepakete wie Office.
Allerdings genau auf diese Tools sollte man nicht setzen – denn sie entspricht nämlich weitestgehend nicht den gängigen Standards. Und die so kreierte Site mag dann mit dem Internet Explorer noch ansprechend aussehen. Etwa 50% der Nutzer sehen Websites aber mit Firefox, Tendenz steigend. Deshalb: wenden Sie sich unbedingt an eine professionelle Webagentur oder einen freiberuflichen Webprogrammierer, die sich mit den zur Programmierung erforderlichen Techniken auskennen.
Wie geht man vor?
Die gute Nachricht zuerst: Professionell heißt nicht teuer! Auch mit kleinem Budget müssen Unternehmer nicht auf einen passenden Webauftritt verzichten.
Zielgruppe und Zweck der Website festlegen
Zunächst sollten Sie sich überlegen, was Sie mit dem Internetauftritt erreichen möchten und welche Zielgruppe Sie ansprechen, zum Beispiel:
- Ihre Zielgruppe sind andere Unternehmer
- Sie wollen im Internet Präsenz zeigen, über das Unternehmen und die Produkte informieren
- Sie wollen nicht nur informieren, sondern auch regelmäßig aktuelle Informationen oder Tipps veröffentlichen
Festlegung der technischen Anforderungen
Je nach Umfang, Zweck und gewünschten Funktionalitäten ist es sinnvoll, ein bisschen mehr in die technische Infrastruktur zu investieren.
Content Management (CMS) ist in diesem Zusammenhang ein gerne genutztes Stichwort. Für sehr umfangreiche, verschachtelte und von vielen Nutzern zu aktualisierende Auftritte ist ein solches System zu empfehlen. In diesem Bereich lohnt es sich, auf Open Source Software zu setzen. Nur der Vollständigkeit halber sei hier auf Open Source CMS-Systeme wie Typo3, Mambo, Joomla oder Contenido verwiesen. Auch Blog-Systeme wie WordPress können sich für kleinere Websites als Pluspunkt erweisen.
Im Rahmen dieses Artikels sollen die Alternativen für kleine Sites beleuchtet werden. Denn in solchen Fällen reichen andere Tools vollkommen aus. Wenn Sie unsicher sind, was für Ihr Unternehmen eine optimale Lösung ist, dann nehmen Sie Beratung in Anspruch.
Gelegentliche Aktualisierungen
Unternehmer, die ihre Website regelmäßig aktualisieren lassen möchten, sei Macromedia Contribute empfohlen. Hier lässt sich bereits ein einfaches Nutzerkonzept mit Berechtigungsstufen umsetzen, Freigaben können per Email angefordert werden. Und das Wichtigste: es sind keine HTML-Kenntnisse erforderlich, Layoutvorgaben können im Nutzerkonzept festgelegt werden. Eine Softwarelizenz für das Programm ist unter 200 Euro erhältlich. Bei manchen Hosting-Anbietern ist Contribute sogar im Paketpreis enthalten (z. B. 1und1). Die eigene Assistentin kann alle textlichen Aktualisierung problemlos und schnell erledigen, ohne dass die Webagentur eingeschaltet werden muss.
Eine weitere Möglichkeit: Wenn eher unregelmäßig Änderungen vorgenommen werden, reicht in der Regel ein Pflegepaket bei der Webagentur. Dies sind in der Regel monatliche Pauschalen, die den geplanten Umfang abdecken.
Individuelles Design und Programmierung zu teuer?
Wer kein komplett individuelles Design benötigt und nur einzelne Elemente (z. B. das eigene Logo) einbinden lassen möchte, der kann mit Hilfe von fertigen Webtemplates schnell seine eigene Site bauen (lassen). Wie das geht? Viele Webdesigner bieten ihre Designs im Internet zum Kauf, teilweise auch kostenlos an. Meist wird auch die Original-Grafikdatei mitgeliefert, so dass individuelle Änderungen am Design problemlos möglich sind. Freiberufliche Webdesigner bieten ebenfalls häufig einen Fundus professioneller Webdesigns für Geschäftswebsites. Fragen Sie danach!
Auf die Inhalte kommt es an
Content is king! Denn die Inhalte einer Website sollen den Kunden oder Interessenten auch einen klaren Nutzen bieten. Es reicht also nicht, nur auf werbliche Texte zu setzen. Die Inhalte sollten einen Mehrwert bieten, zum Beispiel Tipps und Tricks zu bestimmten Produkten oder Sachverhalten enthalten. Ein Vorteil der Mühe: die erstellten Informationen können weiterverwendet werden – beispielsweise in einem Newsletter, der an die Interessenten verschickt wird.
Wichtig ist aber auch: weniger ist mehr! Verzichten Sie auf endlose Textwüsten oder schwer verständliche technische Detailbeschreibungen. Denn: im ersten Schritt sind allgemeine Informationen gefragt. Technische Detailbeschreibungen gehören in separate Dokumente, die man beispielsweise zum Download anbieten kann. Längere Texte sollten Sie durch Absätze, Zwischenüberschriften oder Aufzählungen optisch gliedern und auflockern. Auch Bildmaterial erfüllt diesen Zweck. Kostengünstige und teilweise lizenzfreies Bildmaterial erhalten Sie z. B. bei fotolia.de, photocase.de oder istockphoto.com. Gerade bei erklärungsbedürftigen Produkten ist auch der persönliche Kontakt nicht zu verachten: Bieten Sie einen Rückrufservice an. Wenn Sie nicht zu den geborenen Textern gehören, scheuen Sie sich nicht, die Texte von einem Profi erstellen zu lassen.
Last but not least: Nicht zu verachten ist eine übersichtliche Menüstruktur. Klar gegliedert und logisch aufgebaut, hilft Sie Ihren Kunden sich schnell zu orientieren und die benötigten Informationen sofort zu finden.